Dauer: ca. 120 Minuten

Tickets: 16 € / 12 € (erm.)

Karten-Reservierung:

Mittwoch 29.05., um 21:00 Uhr  

TeilnehmerInnen: Anais Poulet, Marion Ruault, Valentin Martel, Leander Reininghaus, Chaim Gebber, Roberta Pupotto, Helena Botto, Gregory Jackson, Katja Tannert, Florentine Schara, Lotte Meinzer, Max Levy, Malcolm Sutherland, Sonja Salkowitsch, Ipso Schalterk, Thomas Kleinschmidt



Shorts Day

Tag der kurzen Stücke

Der Theater-Abend Shorts Day im Acud Theater (Berlin-Mitte) wird die kürzeren Stücke von mehreren Künstlern der Freien Szene unter dem Label des Physical Theater versammeln und einem breiteren Publikum präsentieren.

Von 21.00 an werden am 29.05. im Acud Theater Theaterexperimente und Forschungen in Berlin lebender internationaler Tänzer, Künstler und Choreographen zu sehen sein; darunter Solo, Duo und Gruppen-Arbeiten, die jeweils nicht länger als 20 Min. dauern.

Konzept / Regie: CHAIM GEBBER
Choreographie und Performance: Chaim Gebber & Roberta Pupotto
Zeichnung: Roberta Pupotto
Fotos: Henryk Weiffenbach

Dauer: 20 Minuten


Absinth ist ein Theaterstück aus dem Bereich des physischen Theaters, das dem „Trip“ zweier Künstler folgt, die durch den Prozess der Erschaffung eines Kunstwerks gehen, während sie im Absinth Trinken die inspirierende beiderseitige Verbindung suchen.

Die Künstler machen die Melancholie sichtbar, zu denen sie die Musik, das Licht und der Effekt des Absinths hinführt.
Am Ende des Stücks wird das Kunstwerk, ein Mix aus Zeichnung und Bewegung auf der Leinwand dem Publikum präsentiert.

Chaim Gebber, Brasilianischer Choreograph, Tänzer und Tanz Lehrer, hat mit verschiedenen Companien der Brasilianischen Tanzszene zusammengearbeitet. His work “Pressagios
Roberta Pupotto begann ihre Ausbildung im Zeitgenössischen Tanz und Klassischen Ballett 1998 in Rom. 2006 nahm ihre berufliche Laufbahn bei der “Revers Dance Company” unter der Regie von Luciano Melandri in Rome, Pesaro, und New York ihren Anfang.

Performance: Anaïs Poulet
Musik: Marion Ruault (Kontrabass)
Valentin Martel (Schlagzeug, Gitarre, Stimme)
Leander Reininghaus (Gitarren-Looping)

Dauer: 20 Minuten

 

Build a cube with fenster

Körper-Installation, Tanz, live improvisierte Musik.

Die Körperimpulse beeinflussen die Struktur des Ganzen im Sinne einer architektonischen Erweiterungen durch Bewegung.
Fenster sind die Bühne für Füße, Hände und Kopf, auf der die Erfahrungen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, den einzelnen Teilen und dem Ganzen - eingebettet in Live Musik - stattfinden.
Das Publikum ist eingeladen umher zu gehen und mit verschiedenen Perspektiven zu spielen, um seine eigene Geschichte zu erfinden.

Anaïs Poulet ist eine in Südfrankreich geborene Performance Künstlerin und Tänzerin. Ihre Arbeit ist inspiriert von unterschiedlichen Tanzstilen: Improvisation, Somatic Movement, Butoh, und Mime. http://anaispoulet.wixsite.com/danse-performance

Marion Ruault ist eine französische Musikerin, Improvisatorin und Komponistin. Sie studierte Jazz, klassische Musik und Welt-Musik am Nationalkonservatorium im französischen Lyon.
https://mariondoublebass.wixsite.com/music

Leander Reininghaus ist Gitarrist, Bassist und vieles mehr...er arbeitet als Komponist, Produzent und Instrumentalist für CD-, Film-, Tanz- und Theater Produktionen wie auch für Ausstellungen und Multimedia Events.
https://leanderreininghaus.bandcamp.com/

Valentin Martel, Jahrgang 1987, ist ein französischer Musiker. Er beschäftigt sich seit seinem 14. Lebensjahr mit afrikanischer Percussion unter Anleitung von Musikern aus Senegal. Danach begann er auf Anregung seines Vaters im Alter von 16 Jahren Schlagzeug zu spielen. https://justtalkcontact.wixsite.com/justtalk

Konzept und Performance: Helena Botto
Sound und Bühnenmusik: Gregory Jackson

Dauer: etwa 20 Minuten


She wanted to scream but He was muzzled (Sie wollte schreien, aber Er war mundtot gemach)

In einer Umgebung, die vom Konsens bestimmt wird, beziehen sich alle Elemente in angemessener Weise aufeinander, d.h. ein bestimmter Ort korrespondiert mit einer bestimmten Funktion und einer bestimmten Seinsform und es gibt keinen Raum für Lücken oder Ergänzungen.

In She wanted to scream but He was muzzled bewohnen zwei Subjekte einen gemeinsamen Raum, teilen gemeinsame Zeit und beziehen sich auf gemeinsame Objekte - und doch können alle diese Gemeinsamkeiten die Unterschiede zwischen ihnen entweder verwischen oder vertiefen.

Raum, Zeit oder Objekte, die zu einer Begegnung passen, sind für eine andere ungeeignet und erzeugen eine neue Politik der Interaktion.

Dieses Bühnenexperiment untersucht die dialogische Natur von Macht und die Unendlichkeit von Situationen, in denen Unterschiede, ohne dass sie aufgelöst werden, eine transformative Kraft besitzen können.

Helena Botto (PT/DE/UK) is a performer and performance-maker working in Berlin and London. She is a PhD candidate at Drama, Theatre and Performance Department at the University of Roehampton, in London to which she holds a fellowship from Fundação da Ciência e Tecnologia. Her current research interests deal with the ideas of dissensus and agonism in the process of making performative work.

http://helenabotto.weebly.com

Gregory Jackson (USA) is a guitarist and member of the Berlin Guitar X-tet. His current projects involve solo loop-based arrangements and compositions with the acoustic and electric guitars, shamisen, and ambient sounds, as well as a variety of duet improvisations with instrumentalists and vocalists around the world.

https://gregoryjackson.bandcamp.com/

 

Performance: Katja Tannert, Florentine Schara, Lotte Meinzer
Photos: Florentine Schara

Dauer: 7 Minuten


Der Schritt zu weit

Dinge, die man nicht tut.

Dinge, die man nicht denkt.

Dinge, die man nicht sagt.

Dinge, die man nicht fühlt.

Drei Frauen und jede Menge Raum.

Physisch, mit Musik und Humor loten drei Performerinnen die eigene moralische Verwerflichkeit aus.


Mit: Florentine Schara (heimliche Fleischesserin), Katja Tannert (heimliche Heulsuse), Lotte Meinzer (heimlich zurückbeißende Mutter).


"Der Schritt zu weit" ist eine Produktion von Out Of The Box. Unter diesem Label treffen Künstler*innen verschiedenster Sparten wie Tanz, Trickfilm, Pantomime, Schauspiel aufeinander. Jedes Handwerk greift dabei in die eigene Trickkiste. So entstehen tragische, komische und oftmals poetische Momente - out of the box eben.


Lotte Meinzer ist Mime, Clownin und Improvisationstalent. Lange Jahre stand sie mit dem Zirkus Peperoni auf der Bühne, begeisterte ihr Publikum durch ihre Schlagfertigkeit und ihre Spontaneität. Lotte jongliert nicht nur mit zwei heranwachsenden Söhnen, sondern auch mit allen (akzeptablen und nicht akzeptablen) damit verbundenen Gefühlen. Sprengstoff pur für Der Schritt zu weit.

Florentine Schara studierte darstellenden Künste an Sir Paul McCartneys Liverpool Institute for Performing Arts (LIPA) und machte anschließend eine Ausbildung in Körpertheater nach J. Lecoq in Paris.
www.florentineschara.com

Katja Tannert arbeitet als Schauspielerin, Mime und Trainerin. Theaterproduktionen, in denen sie mitwirkte, sind in Deutschland sowie im inner-und außereuropäischen Ausland zu sehen.
www.katjatannert.net

Choreographie: Max Levy
Tänzer: Max Levy, Malcolm Sutherland
Choreographie Assistenz: Miguel Toro
Musik: “Lock Bites Key” von LORN
Licht: Max Levy
Kostüme: Max Levy

Dauer: 11 Minuten

 

An Excerpt of a Concept on Ritual and Monotony

"Ich weiß nicht, wie lange ich dort jeden Tag saß, auf das schattige Spiegelbild gegenüber starrend. Dieses Abbild einer anderen Welt jenseits der Grenzen von Glas und Haut und Zeit zwischen uns.

Es war alles, was ich nicht war, aber in seinem Innern konnte ich die Form meiner Stimme erkennen, den Klang meiner Augen. Und wenn es sprach, konnte ich meine eigene Zunge schmecken. Diese stillen Silben eine verlorenen Sprache, ausgesiebt von meinem Verstand. Von ihrer Unmenschlichkeit wurde ich zurückgewiesen, aber verstanden. Von weit her wurde ich angerufen mit einer Stimme, die meiner eigenen glich. Sie sprach vom Jenseits und ich sah das Vorher. Sie sprach von Unendlichkeit und ich sah keinen Anfang."

Dieses Duett ist ein Versuch, eine Atmosphäre von Neugier und Angst zu erschaffen durch die konzeptionell beabsichtigte Einschränkung der Auswahl.


Um zu sehen, was als Ergebnis intensiver Monotonie und gleichbleibender Besorgnis entstehen kann. Anstatt sich auf einem Spielfelde voller unendlicher Möglichkeiten und stark variierender Dynamik zu bewegen, wird versucht, sich selbst in eine konzeptionelle Ecke zu begeben, um den eigentlichen Zweck, konzentriert in einem einzigen Punkt zu fokussieren.


Premiere: 29.06.2018, 32. Internationaler Wettbewerb für Choreographie; Hannover "An Excerpt of a Concept on Ritual and Monotony" war Top-Finalist des 32. Internationalen Choreographie-Wettbewerbs in Hannover.


Danksagung an Kirill Berezovski, Claudia Greco, Kihako Narisawa


Max Levy, geboren in Tokio, absolvierte seine Ausbildung am renommierten San Francisco Ballet Trainee Program unter der Leitung von Jean-Yves Esquerre. Als professioneller Tänzer arbeitete er mit dem American Repertory Ballet, Charlotte Ballet und dem Staatsballett Nürnberg unter der Leitung von Goyo Montero zusammen.


Born in Scotland, Malcolm Sutherland completed his dance education in 2007 at the Central School of Ballet, London. After an apprenticeship at Ballet Basel, he spent 7 successful years as a soloist with Staatsabllet Nürnberg under the direcion of Goyo Montero. He has worked with such world-renwoned choreographers as Jiri Kylian, Nacho Duato, Ohad Naharin, Mats Ek, Johan Inger, Crystal Pite, Mauro Bigonzetti, Cayetano Soto, and Douglas Lee. As a freelance dancer, Malcolm now performs with Joseph Sturdy, Shang Chi Sun, and Jean-Guillaume Weis, and is also a member of Kollektiv 52°07. He works frequently as a choreographer, making yearly full-length productions for the Tafelhalle in Nürnberg, creations at Theater St. Gallen, Stalker Teatro, and the Resolution Festival in London. He recently completed his MA for Choreography with distinction under the tutorship of Robert Cohan.


Performance und Konzept: Sonja Salkowitsch
Regie: Slava Inozemcev
Soundscape: Ipso Schalterk
Produktion: PLUSKVAMPERFEKTUM

Dauer: 20 Min.



PLUSKVAMPERFEKTUM zeigt

Vilje [later me now]

Selma verschlang das Leben mit dem großen Löffel. Das war ihr nicht genug. Sie stach mit der Gabel hinein, dann nahm sie das Messer. Jetzt entfaltet sie sich im Reich des Todes, zwischen allem und nichts, gefangen in einem ewigen Kreislauf ihrer alten Traumata und Träume.

Vilje[later me now] ist ein Stück über menschliche Gier, personifiziert in der von Lady Macbeth inspirierten Figur der Selma.

Das Stück erforscht die Bedeutung unserer Begierden und Handlungen, wenn unser Geist am Ende des Lebens auf seine Essenz zurück verwiesen wird.

PLUSKVAMPERFEKTUM ist eine kleines Performanceprojekt aus Norwegen, bestehend aus den Geschwistern Sonja and Per Salkowitsch. Sie beschäftigen sich mit der Späre zwischen Leben und Tod, zwischen Traum und Wirklichkeit, wo der Mokrokosmos unseres inneren Seins sich mit dem Makrokosmos einer größeren Realität verbindet.

Die Arbeit der Performerinnen basiert auf dem physischen Theater und Butoh. Sie verwenden minimalistische Bühneninstallationen und dunkle Klanglandschaften.

Sonja Salkowitsch begann ihre Bühnenlaufbahn als kreative Performerin 1998 mit ihrer Ausbildung an der School of Stage Arts in Deänemark. Neben ihrem eigenen Projekt PLUSKVAMPERFEKTUM, arbeitete / arbeitet sie mit einer Vielzahl an von Companys wie Cantabile 2, B'ark, Kitt Johnson, InZhest, Bibhaban, Grotest Maru, Read Company and SIGNA. Sie lebt seit 2009 in Berlin.

Per Salkowitsch (Ipso Schaltwerk) ist ein Audio Künstler. Er absolvierte einen Lehrgang für Comutermusik und Elektronische Medien an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Er kreiert Musik und Klanglandschaften für Konzerte, Installationen, Theater- and Tanzproduktionen. Darüber hinaus entwirft und baut er auch verschiedene Audio Equipments. Die Soundtracks zu PLUSKVAMPERFEKTUM's letzten Produktionen KOLDT und ARIES|fish sind beide als vollständiges Album erschienen

Produktionen von PLUSKVAMPERFEKTUM: www.sonjasalkowitsch.com


Requiem für Barbara

Thomas Kleinschmidt


Dauer: 3 Minuten


Thomas Kleinschmidt


Berlin 1949, Meisterschüler Malerei HDK Berlin 1984, einjähriger Studienaufenthalt in London 1978/79, seitdem Bild Installation Schrift Performance, über 120 Auftritte undAusstellungen weltweit, Kulturarbeit mit Jugendlchen und Erwachsenen zwischen Bewegung und Objekt in Berlin, Cottbus, Hamburg, Schwedt.


Performatives: Denkmal für die Berliner Trümmerfrauen, Teufelsberg,Berlin, Dreitageperfomance 2013; No Money No Honey- Verlobungsperformance 2015; Cäptain Lumin, 2016; Der Waffelwerfer, 2017; Requiem für Barbara, 2018.