© Marketa Bendova


Dauer: 55 Minuten

Tickets: 15,- / 10,-

Kartenvorverkauf:

Donnerstag 09.12., um 20:00 Uhr  
Freitag 10.12., um 20:00 Uhr  

Facebook: facebook.com/events/400490101616671

Konzept, Musik, Performance:
HYENAZ - Kathryn Fischer, Adrienne Teicher

Kostüme:
Yeorg Kronnagel, Armando Berneth

Visuals:
HYENAZ, Dušan Pejčić, Yenia Ramm & Old Erik, Robert Mleczko, Jo Pollux, Raja de Luna



HYENAZ

AUTOMINE

immersive Musik- und Tanzperformance


AUTOMINE verbindet performative und audiovisuelle Arbeiten, die im Rahmen des sieben - jährigen künstlerischen Researchprojektes „Foreign Bodies“ entstanden sind, welches die Beziehungen zwischen Körpern in verschiedenen Zuständen untersucht:  den des Körpers in Bewegung, den des Körpers in Beziehung und den des widerständigen Körpers. Durch die Betrachtung des viszeralen und des konkreten Körpers hinterfragt HYENAZ jene Mechanismen, welche den Körper als ein fremdes Objekt behandeln –  ein Ding, das verwaltet und kontrolliert werden muss, ein sogar sich selbst unbekanntes Territorium, ein „Anderes“ das gefürchtet oder vernichtet werden sollte.  

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Vorstellung, dass der Körper verschwindet:  aus sozialen Interaktionen in die unternehmerische Cloud ausgelagert, zu maschineller Intelligenz wird, die sich in Lebens regelnden Systemen verheddert oder Techno futuristischen Fantasien entsprechend ein Zeitalter beginnt, in dem analoges Fleisch sich vollkommen in digitalem Bewusstsein aufgelöst hat.
An diesem unheimlichen Wendepunkt, wo Dinge und Verhältnisse an der Oberfläche unverändert wirken, sich aber alles zu verschieben beginnt, besinnt sich HYENAZ auf den physischen Körper und das in diesem gespeicherte Wissen.

Mit AUTOMINE befasst sich das Projekt „Foreign Bodies“ noch einmal intensiver mit der Thematik des Extraktivismus‘ (auch im Bezug auf die künstlerische Praxis). Die „Extraktion“ als  - wie in der ursprünglichen Bedeutung - Form der nachhaltigen Entnahme von Rohstoffen/ Produkten aus Naturlandschaften, sowie in der heutigen Deutungsweise als Gewalt volles Eingreifen in bestehende Ökosysteme – der Gewinnung von Mineralien, Gas und Wasser aus dem Boden – wird  in der Performance der Aufzeichnung von Klängen, Worten und Bildern von empfindsamen Wesen, sowie der scheinbar einvernehmlichen Extraktion von digitalen Inhalten und der damit bezweckten Gewinnung spezifischer Wiedererkennungsmerkmale aus personenbezogenen Daten, gegenüber gestellt. So wird „Extraktion“ in AUTOMINE zum Meta-Signifikant für die „Entnahme“ der (kreativen) Arbeitskraft aus dem (prekären) Körper.

Foto: Marketa Bendova

HYENAZ sind die Berliner Klang- und Bewegungskünstler*innen Kathryn Fischer aka Mad Kate und Adrienne Teicher.  Die immersiven Performances, Tanzmusiktracks, Klanglandschaften, performative Installationen und A/V Arbeiten der Künstler*Innen, nutzen die klanglichen Formveränderungen von Feldaufnahmen, die sie während der Entstehung ihrer ortsspezifischen Arbeiten sammeln.

Momentan befinden sich HYENAZ noch in der Forschungsphase für ihr Langzeitprojekt „Foreign Bodies“. Unter dem Überbegriff der „Extraktion“, befasst sich die vierte Arbeit der Reihe mit extraaktivistischen Praktiken in der Kunst, insbesondere im Bereich der Tontechnik und der Feldaufnahme, um eine Praxis der Verantwortungsübernahme in der künstlerischen Arbeit zu entwickeln.  Das Projekt wird vom Fonds Darstellende Künste unterstützt.

AUTOMINE brings together performative and audio-visual work that has been developed through Foreign Bodies, a 7-year long research project that explores relationships of bodies in motion, bodies in relation, and bodies in resistance. Through the visceral and explicit body, HYENAZ interrogate mechanisms that treat the body as a foreign object—a thing to be managed and controlled, an unknown territory even to itself, an “other” to be feared or annihilated.

Central to this project is the idea that the body is disappearing: from social interactions blasted into the corporate cloud, to machine intelligence tangled in the systems that govern life, to techno-futurists fantasies of an age where analogue flesh has vanished into digital consciousness. At this uncanny juncture, where surfaces look familiar but everything is shifting, HYENAZ claw to the presence of the body and the knowledge contained therein.

AUTOMINE pushes Foreign Bodies deeper into questions around a/Arts and extractivism, where “extraction” is utilized as metasignifier for the extraction of (creative) labour from (precarious) bodies; the mining of minerals, gas and water from the ground; the taking and recording of sounds, words and images from sentient beings; the seemingly consensual extraction of digital content, and the “mining of the exotic” from our very identities.

HYENAZ are Berlin-based sound and movement artists Kathryn Fischer aka Mad Kate and Adrienne Teicher. The immersive performances, dance tracks, soundscapes, performative installations and a/v works they produce utilize the sonic shape-shifting of field recordings gathered in the process of site-specific works.

HYENAZ are in a continued research phase of their 4th work in the Foreign Bodies Series entitled Extraction, with support from Fonds Darstellende Künste. Extraction examines extractivist practices in art, specifically within sonics and field recordings, in order to develop better accountability practices.

Mit freundlicher Unterstützung von: