Tickets: 15,- / 10,- (erm.)

Kartenvorverkauf:

Donnerstag 10.02., um 20:00 Uhr  
Freitag 11.02., um 20:00 Uhr  
Samstag 12.02., um 20:00 Uhr  

Darstellerinnen:
Tabea Yener, Katja Neumann, Monika Schopp

Dramaturgie, Regie:
Mona Glass



Theater8Frauen

Falsche Schlange

von Alan Ayckbourn


Alan Ayckbournes Drama „Falsche Schlange“ entführt uns auf den verlassenen Tennisplatz eines heruntergekommenen schottischen Anwesens. Eigentlich geht es überhaupt nicht um Sport. Dennoch gleichen die packenden Dialoge, gewürzt mit einer feinen Prise britischem Humor, einem rasanten Ballwechsel; der existenzielle Kampf, den sich die drei charakterstarken Protagonistinnen in zwei Akten liefern, wird zu einem fesselnden Spiel um alles oder nichts. Bis zum Ende bleibt unklar, wer eigentlich mit wem zusammenspielt.
 Die „Falsche Schlange“ tarnt sich nur als gruseliger Thriller, ist in Wirklichkeit aber ein tiefgründiges Charakterstück, in dem keine der drei Protagonistinnen als Siegerin den Tennisplatz verlässt. Vielmehr zerbrechen die Frauen an ihren tiefen Traumata, sodass die Geister der Vergangenheit mit Leichtigkeit den Matchball verwandeln können.

Nach dem Tod ihres Vaters treffen die Schwestern Annabel und Miriam nach jahrzehntelanger Trennung auf dem alten schottischen Familienanwesen wieder aufeinander. Annabel war 20 Jahre zuvor, nach dem Tod der Mutter, vor der Tyrannei ihres Vaters nach Australien geflohen und hatte ihre kleine Schwester allein mit dem gewalttätigen Vater zurückgelassen. Während Annabel sich in Australien eine Existenz als erfolgreiche Geschäftsfrau aufbaute, musste Miriam beim herrischen Vater ausharren und ihn bis zu seinem Tod pflegen. Trotzdem wird nicht Miriam, sondern Annabel vom Vater als Alleinerbin des Familienvermögens eingesetzt.
 Als Annabel von dem Testament erfährt, eilt sie, obwohl zuletzt allerlei Brüche in ihrem Leben auftraten und sie sich gerade von den Folgen eines Herzinfarktes erholt, schnellstens zurück in die schottische Heimat, um ihr Erbe anzutreten. 
Kaum angekommen, trifft sie jedoch nicht wie erwartet auf Miriam, sondern auf Alice, die Krankenschwester des Vaters. Diese behauptet, Miriam habe den Vater ermordet. Als Beweis präsentiert sie einen handschriftlichen Brief des Vaters, in dem er um Hilfe bittet, da er fürchte, seine Tochter Miriam versuche ihn umzubringen. Alice fordert einhunderttausend Pfund als Schweigegeld.
 Da weder Annabel noch Miriam bereit sind, diesen horrenden Betrag zu zahlen, werden die ungleichen Schwestern zu Komplizinnen. Miriam, bereits morderprobt, schreckt auch vor dem Äußersten nicht zurück, um die lästige Erpresserin loszuwerden. Eins ergibt das andere, das Unheil verdichtet sich immer mehr, die Spannung steigt ins Unermessliche und der einst idyllische schottische Familiensitz wird zum Ort des Grauens…
 Am Ende wird in einem furios-überraschenden Finale die falsche Schlange entlarvt.

Die Theater8Frauen sind ein Theater-Ensemble aus Berlin, das 2018 unter der Leitung von Mona Glass gegründet wurde.

Mona Glass ist Schauspielerin und Theaterpädagogin und unterrichtet seit 2011 Schauspielgrundlagen und Lee-Strasberg-Methodik an der VHS Berlin Mitte. Daraus erwuchs mit Talenten zwischen 36 und 72 Jahren das Ensemble Theater8Frauen: Acht Frauen von der Ärztin bis zur Angestellten, die in verschiedenen Phasen ihres Lebens Schauspielen als ihre Berufung erkannten.
Nach dem erfolgreichen Projekt „Henriette Blauhaar“  und "Besucher“ bringt das Ensemble mit „Falsche Schlange“ nun sein drittes gemeinsames Theaterprojekt auf die Bühne.
Foto: Theater8Frauen