© Morteza Herati


Dauer: 60 Minuten

Tickets: Eintritt frei! Mit Reservierung.

Karten-Reservierung:

Dienstag 17.09., um 19:00 Uhr  

Sprache der Vorstellung:
Deutsch / German

Regie:
Mélanie Depuiset

Text:
Guilda Chahverdi

Klanggestaltung/Musik:
Julie Rousse

Bühnenbild:
Anaïde Nayebzadeh

Schauspieler/Puppenspieler:
Abdul Haq Haqjoo, Farhad Yaqubi

Design und Herstellung der Puppen:
Abdul Haq Haqjoo, Farhad Yaqubi

Lichtdesign:
Mathieu L'Haridon

Stagemanagement/Technik:
Guillaume Ohrel

Für:
Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren





Compagnie HDH

Marjan – der letzte Löwe Afghanistans

Goethe-Institut im Exil


Mit dem Theaterstück "Marjan - der letzte Löwe Afghanistans" präsentiert das französische Theaterkollektiv Compagnie HDH ein poetisches Puppenspiel, das auf der wahren Geschichte des Löwen Marjan beruht, der zum Symbol für den Mut des afghanischen Volkes wurde.

Der junge Löwe ist zwei Jahre alt, als er im Jahr 1978 als Geschenk Deutschlands nach Afghanistan gebracht wird. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und Schönheit nennen seine Pfleger ihn liebevoll “Marjan” (persisch für "Koralle"). Der Kabuler Zoo ist einer der schönsten Zoos der Region, eine Oase der Fülle und des Friedens inmitten der Stadt. Marjan wächst unter der Bewunderung aller auf. Gemeinsam mit seiner Löwin Chucha und seinem Pfleger Sher Agha führt Marjan ein glückliches Leben.

Doch schon ein Jahr später bricht in Afghanistan Krieg aus - das Leben der Tiere des Zoos verändert sich schlagartig und schon bald muss auch der Löwe Marjan die schrecklichen Auswirkungen der langen kriegerischen Auseinandersetzungen spüren. Er erlebt die Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion, den Bürgerkrieg und schließlich die Schreckensherrschaft der Taliban. Er erlebt Verletzung, Hungersnot, Ungerechtigkeit und Demütigung - und doch gibt er nie auf.

Die berührende Lebensgeschichte des Löwen Marjan, die von Liebe und Tapferkeit in schweren Zeiten handelt, wird hier für Kinder und Familien mit Humor und Poesie erzählt. Ernste Themen, wie Krieg, Hungersnot, Gerechtigkeit und Freiheit werden Kindern und Erwachsenen in diesem Stück mit Feingefühl nähergebracht.

Eine Produktion von der Compagnie HDH – Hasards d’Hasards (FR).

Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit den Puppenspielern und der Regisseurin statt.

Der alte Mann Sher Agha findet sich im August 2021 auf dem Flughafen Roissy in Frankreich wieder. Er wurde ebenso wie Abdul Haq und Farhad, zwei Puppenspieler, aus Afghanistan evakuiert. Im Gespräch mit dem alten Mann erfahren Abdul Haq und Fahrad, dass Sher Agha viele Jahre im Zoo von Kabul als Tierpfleger gearbeitet hat. Er erzählt ihnen die Lebensgeschichte des Löwen Marjan, der Zeuge der aufeinanderfolgenden politischen Umbrüche in Afghanistan war sich dort zu einem wichtigen Symbol der Menschen für Tapferkeit und Gerechtigkeit entwickelt hat.

Das Projekt „Goethe-Institut im Exil“ wurde im Oktober 2022 in Berlin gegründet und soll Künstler*innen und Kulturschaffende aus Ländern, in denen das Goethe-Institut und andere internationale Kulturinstitutionen ihre Standorte aufgrund von Kriegen oder Zensur schließen mussten, unterstützen und bestehende Netzwerke aufrechterhalten. Neben künstlerischen und diskursiven Programmformaten stehen die Vernetzung mit verschiedenen Kulturszenen und Community-Arbeit im Mittelpunkt der Aktivitäten. www.goethe.de

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